Wie fühlt es sich an, ohne Augenlicht den Alltag zu bewältigen?

Wie wichtig sind Zuhören, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung?

Antworten auf diese Fragen erhielten die Kinder der zweiten Klasse beim Besuch der 19-jährigen sehbehinderten Para-Sportlerin Linn Kazmaier. Im Sachunterricht zum Thema „Unsere Sinne“ wurde das Unterrichtsthema auf ganz besondere Weise lebendig.

Linn Kazmaier zählt zu den erfolgreichsten deutschen Para-Nordischen Skisportlerinnen im Langlauf und Biathlon. Gemeinsam mit ihrem Guide gewann sie bereits zahlreiche Medaillen bei Paralympischen Winterspielen sowie Weltmeisterschaften und begeistert mit ihrer beeindruckenden Lebensfreude und ihrem außergewöhnlichen Ehrgeiz.

Mit großer Offenheit erzählte Linn Kazmaier von ihrem Alltag, ihrem Sport und den Herausforderungen, die sie als sehbehinderte Leistungssportlerin meistert. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen. Sie wollten wissen, wie sie Sport treibt, wie sie sich orientiert und welche Hilfsmittel sie im Alltag unterstützen. Geduldig beantwortete die junge Athletin jede Frage und beeindruckte die Kinder mit ihrer positiven Ausstrahlung, ihrem Mut und ihrer Lebensfreude.

Anschließend wurde es sportlich: Gemeinsam absolvierten die Kinder einen vorbereiteten Parcours und spielten verschiedene Spiele mit Augenmasken. Dabei merkten sie schnell, wie sehr sie sich normalerweise auf ihren Sehsinn verlassen. Umso wichtiger wurden plötzlich das genaue Zuhören, das Tasten und das Vertrauen in andere.

Besonders eindrucksvoll war das Abschlussspiel in Zweierteams. Jeweils ein Kind trug eine Augenmaske, während die Partnerin oder der Partner als Begleitperson sicher durch verschiedene Aufgaben führte. Die Kinder erfuhren dabei ganz praktisch, wie entscheidend klare Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und Rücksichtnahme sind.

Neben den spannenden Übungen gab Linn Kazmaier den Kindern viele alltagstaugliche Tipps, wie Menschen mit Sehbehinderung ihren Alltag meistern. Vor allem vermittelte sie ihnen eine wichtige Botschaft: Man sollte sich etwas zutrauen, mutig sein und immer an sich selbst glauben, auch wenn der Weg manchmal schwierig erscheint. Mit ihrer Geschichte zeigte sie eindrucksvoll, dass Hindernisse überwunden werden können und dass Selbstvertrauen, Ausdauer und Optimismus oft der Schlüssel zum Erfolg sind.

Zum Abschluss nahm sich Linn Kazmaier noch Zeit für eine Autogrammstunde. Stolz ließen sich die Kinder ihre Autogrammkarten unterschreiben und verabschiedeten ihren besonderen Gast mit großem Applaus.

Der Besuch war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur ihr Wissen über die Sinne vertiefen, sondern lernten vor allem, wie wichtig Vertrauen, Empathie und gegenseitige Unterstützung sind. Linn Kazmaier hinterließ mit ihrer offenen Art und ihrer inspirierenden Persönlichkeit einen bleibenden Eindruck und vielleicht auch den Mut, künftig an die eigenen Stärken zu glauben und neue Herausforderungen selbstbewusst anzunehmen.

Für Klassenlehrerin Michaela Simon hatte der Besuch eine ganz besondere Bedeutung. Während ihrer Zeit im Wintersport durfte sie Linn Kazmaier einige Jahre als Vorläuferin begleiten. Umso schöner war es für sie, Linn nun einige Jahre später in ihrer eigenen Schulklasse begrüßen zu dürfen. Der Besuch bot nicht nur den Kindern spannende Einblicke in Linns Leben und ihren sportlichen Weg, sondern war auch für die Lehrerin eine persönliche Freude und ein besonderer Moment.

Am 13. Juli 2026 fand in der Eichendorffschule Donaueschingen der Vorlesewettbewerb der 4. Klassen statt.

Von jeder Klasse wurde ein Teilnehmer ausgewählt, der ins Rennen geschickt werden sollte.

Im Eichendorffsaal saßen drei 4. Klassen, aufgeregt, wer nun wohl gewinnen würde.

Gegeneinander traten an: Azra (4a), Johannes (4b) und Fiona (4c).

Die drei saßen am Rand der Bühne neben ihren Klassenkameraden und waren sicher ziemlich aufgeregt.

Azra betrat nun als erstes die Bühne. Sie las eine Stelle aus „Anton machts klar“ von Milena Baisch vor. Das ist der 2. Band der Anton-Reihe, der 1. Band heißt: „Anton taucht ab“ und wurde mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Im Buch geht es um Anton, einen ungefähr 10 Jahre alten Jungen, der unbedingt Rollerskates haben möchte, weil alle aus seiner Klasse welche haben. Doch das Geld der Familie ist für eine neue Waschmaschine eingeplant und so überlegt Anton, sich selbst welches zu beschaffen, also welches auszudrucken. Und so beginnt für ihn ein neues spannendes Abenteuer.

Danach kam Fiona an die Reihe. Sie stellte uns das Buch „Die wilden Kerle. Vanessa 2“ vor. Geschrieben von Joachim Masanneck. Im Buch geht es darum, dass die wilden Kerle das Spiel gegen FC Bayern gewinnen. Doch auf einmal stellt sich heraus, dass nur Jungs im Team sein dürfen und Vanessa fliegt raus. Oh je, oh je! Wie das bloß weitergeht?

Als letzter kam Johannes an die Reihe. Er stellte „Die drei ??? – 100 Stunden“ von Ulf Blanck vor. In diesem Buch geht es darum, dass die drei ??? – Justus Jonas, Peter Shaw und Andrews – eine geheimisvolle Box über den Polizeibriefkasten bekommen mit dem Auftrag, in genau 100 Stunden den Erpresser zu finden und zu überführen.

Später lasen alle drei noch etwas aus dem Buch „Tilda Tierbande“ vor, das ihnen unbekannt war.

Nach reichlicher Beratungszeit der Jury stand fest, dass Johannes Preyer aus der 4b gewonnen hatte. Fiona hatte den zweiten und Azra den dritten Platz. Alle drei bekamen eine Eichendorff-Tasche, die mit Block, Kugelschreiber und Lineal – auch von der Eichendorffschule – gefüllt war, alle 3 bekamen auch noch einen Mory-Gutschein. Es war großartig und alle hatten viel Spaß.

Von Sophia und Luzie 🙂

 

Ein ganz besonderer Nachmittag voller Musik, Tanz und strahlender Gesichter fand im Altenheim St. Michael statt. Die 35 Kinder der Tanz-AG  Gänseblümchen besuchten die Bewohnerinnen und Bewohner

und sorgten mit ihrem abwechslungsreichen Programm für große Begeisterung.

Mit viel Freude und Engagement präsentierten die Mädchen den Libellentanz, den Katzentanz sowie den Pferdchen-Tanz. Die einstudierten Choreografien wurden mit großem Applaus belohnt und zauberten den Zuschauerinnen und Zuschauern viele lächelnde Gesichter.

Der Auftritt war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Die Kinder freuten sich darüber, ihre Tänze präsentieren und anderen eine Freude bereiten zu können. Gleichzeitig genossen die Bewohnerinnen und Bewohner die fröhliche Atmosphäre.